Montag, 1. April 2013

Von Wohlsborn über den Bärenhügel nach Oßmannstedt

Länge der Wanderung: ca. 7 Kilometer / Ausgangspunkt Weimar

Wir starten in Weimar und fahren vom Busbahnhof mit der Linie 224 (nur dienstags und donnerstags) nach Wohlsborn. Die Wanderung beginnt im Ortsinneren an der Pension „Zum Bärenhügel“. Es ist ein bequemer breiter Wiesenweg, den wir gehen.

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Am Ortsausgang sehen wir auf der linken Seite den Bahnhof der ehemaligen Schmal- spurbahn Weimar-Rastenberg, die 1887 ge- baut wurde. 1937 baute man einen Abzweig zum KZ Buchenwald, der 1946 wieder still- gelegt wurde. Weiter geradeaus vorbei an Pappelgruppen erreichen wir nach ca. 3 km den Bärenhügel. Dies ist ein Grabhügel und hat einen Durchmesser von 33 Metern. 12 Winterlinden stehen auf dieser Anhöhe. Bei Ausgrabungen fand man hier Steinkreuze und Bronzegegenstände. Einer Sage zufol- ge soll dort ein verborgener Silberschatz liegen, der zu einigen Raubgrabungen in unserer heutigen Zeit führte.
Bei klarer Sicht hat man vom Bärenhügel einen guten Ausblick auf die Ortschaften Denstedt, Kromsdorf und Oßmannstedt. Jetzt verlassen wir den Bärenhügel in südlicher Richtung und biegen am Linkershof (Karte Punkt B) links in den Wanderweg nach Oßmannstedt ein. Ein bequemer Weg führt uns vorbei an Wildrosen, Holunderbüschen und verschiedene Arten von Obstbäumen bis wir den Ort Oßmannstedt erreichen. Die Landschaft entlang der Ilm zwischen Weimar und Oßmannstedt wird im Volksmund auch als Ilm-Aue bezeichnet.

Erwähnenswert in Oßmannstedt sind das Gutshaus und der sich daran anschließende Park, dieses Ensemble wurde durch Christoph Martin Wieland berühmt. Der Dichter und Weimarer Hofbeamte Wieland hat hier von 1797 – 1803 gelebt und gewirkt. Er selbst be- trieb hier auch Landwirtschaft, al- lerdings mit mäßigem Erfolg. Heu- te kann man im Park seine Grab- stätte und jene seiner Gattin be- suchen.












Im Pfarrhaus neben der im 15. Jahrhundert errichteten Dorfkirche erinnert eine Gedenktafel an den Pfarrer und Bienenforscher Ferdi- nand Gerstung. Er gilt auch als der Begründer des heutigen Weimarer Bienenmuseums. Am Ortsausgang, an der ehemaligen Kupferstraße Richtung Liebstedt wurde 1965 ein Grab aus der Völkerwanderungszeit gefunden. Das guterhaltene Skelett einer etwa 25jährigen Adligen, die mit vielen kostbaren Beigaben und Schmuckstücken bestattet war, kann heute im Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte besichtigt werden. Nach unseren ausgiebigen Erkundungen fahren wir mit der Bahn von Oßmannstedt nach Weimar zurück.


Hier erfahren Sie mehr zur Klassikerstraße.

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